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02.09.2010 EHINGER TAGBLATT
BURGMAIER wächst wieder mit neuen Produkten

Burgmaier hat die Krise der Automobilzulieferer hinter sich, sagt Karl-Hugo Schick, der geschäftsführende Gesellschafter. Mit zusätzlichen und längeren Schichten werden die Aufträge abgearbeitet, außerdem gab es in den deutschen Werken in Allmendingen und Laupheim 33, und im Ausland 10 Neueinstellungen. Dazu kommen 50 Zeitarbeiter in Deutschland und 20 im Ausland. Die Kurzarbeit ist vorbei. Nach Angaben Schicks profitiert Burgmaier davon, dass auch in der Krise in Vertrieb und Entwicklung nicht gespart wurde. Nun tragen neue Produkte im Autobereich zur Co²-Reduzierung und für sparsamere Motoren das Wachstum. Schick sieht den Boom in China und Nordamerika aber nicht als stabil und mahnt deshalb weiter zur Vorsicht.

02.09.2010 EHINGER TAGBLATT
Vorbild für Donau-Strategie

Für den FDP-EU-Abgeordneten Michael Theurer ist Burgmaier Metalltechnik ein gutes Beispiel für das Engagement eines deutschen Mittelständlers, der über ein Werk in der Slowakei Osteuropa erschließt. „Die abstrakte Donaustrategie mit Leben füllen“ will der ehemalige Horber Oberbürgermeister und jetzige FDP-Europa-Abgeordnete Michael Theurer. Und weil es in der etwas nachrichtenärmeren Zeit etwas einfacher ist, für solche Ziele Öffentlichkeit herzustellen, radelt die Fraktion der liberalen Parteien im EU-Parlament von Donaueschingen bis Budapest, das am 12. September erreicht werden soll. Theurer, Vize-Präsident des parlamentarischen Donauforums, hat dabei die Strecke bis Ulm übernommen und sich dank persönlicher Kontakte zu Burgmaier-Geschäftsführer Andreas Guter das Allmendinger Unternehmen als gelungenes Beispiel ausgesucht. Seit 2004 verfolgt Burgmaier eine eigene Donaustrategie. Damals hat der Automobilzulieferer ein slowakisches Unternehmen übernommen und die Zahl der Mitarbeiter von einst 15 auf 65 erhöht. Inzwischen ist Banská Bystrica ein vollständiger Standort mit eigener Entwicklung. „Sukzessive haben wir das ausgebaut“, sagte Guter im Gespräch mit Theurer. Natürlich hätten die deutschen Mitarbeiter, die teilweise seit 15, 20 oder 30 Jahren in der Firma arbeiten, einen kleinen Vorsprung, was den Erfahrungshorizont angehe. Aber das sei der einzige Unterschied zur Niederlassung in der Slowakei. „Das sind alles hochqualifizierte Leute“. Von einer Auslagerung einfacher Abläufe könne keine Rede sein. „Wir müssen dort dieselben Produkte liefern, wie wir das hier auch tun.“ Burgmaier wollte mir dem slowakischen Werk auf dem osteuropäischen Markt Fuß fassen. Vor Ort werden etwa Autozulieferer bedient, die sich ihrerseits in Osteuropa niedergelassen haben. „Wichtig ist hier der logistische Zusammenhang - die Produktion vor Ort, direkt für die Kunden dort. Das ist nicht nur eine verlängerte Werkbank für uns“. Mit den Rahmenbedingungen im Land ist Guter zufrieden. „Man merkt die Handschrift der EU sehr deutlich, wenn man durch die Slowakei fährt. Da wird sehr intensiv an der Infrastruktur gebaut: Autobahnen, Brücken usw.“. Was direkte EU-Hilfen für Unternehmen beträfe, so kämen meist nur große Konzerne zum Zug - weil sie genug Personal hätten, um jemanden abzustellen, der sich um aufwendige Anträge und vielschichtige Vorgaben kümmert. Theurer wünscht sich hier einen Bürokratieabbau, ergänzt aber, dass es bei der Donaustrategie nicht nur um Fördermittel gehen sollte. Der Liberale plädiert vor allem für Wissensaustausch und verweist erneut auf Burgmaier: Der Mittelständler aus Allmendingen bildet eigene Fachkräfte in der Slowakei aus und arbeitet dort mit der technischen Universität zusammen. „Das läuft nicht so dual wie bei uns in Deutschland, sondern es passiert sehr viel auf der theoretischen Schiene“, erläutert Guter dem Europa-Abgeordneten. Aber auch darin sieht er kein echtes Problem. „Wichtig ist, ständig im Gespräch zu bleiben, ständig mit den Leuten zu kommunizieren, drüber zu reden, die Ideen auszutauschen. Also, ich kann die slowakischen Partner nur loben: Die sind hoch motiviert“. Burgmaier kann im Kleinen als Vorbild dafür dienen, wie sich die EU-Donaustrategie umsetzen lässt, erklärt Theurer und verweist auf die IHK Ulm, die berufliche Aus- und Weiterbildung sowie die Selbstverwaltung der Wirtschaft als wesentliche Ziele für den Aufbau eines wettbewerbsfähigen Mittelstandes nennt. Burgmaier hat bereits 2005 Bürgermeister und Gemeinderäte aus den slowakischen Gemeinden Viglas und Detvar, die Leitung der dortigen Metallschule sowie technischer Lehrer in Allmendingen empfangen, um beispielsweise die Lehrwerkstätten der Zerspanungsmechaniker, Mechatroniker und Industriemechaniker vorzuführen. Solches Vorgehen dient dem weiteren Ziel der IHK, der Selbstverwaltung der Wirtschaft. Unternehmen sollen sich am staatlichen und gesellschaftlichen Leben beteiligen.

27.08.2010 Schwäbische Zeitung
BURGMAIER arbeitet am Limit

Der Automobilzulieferer Burgmaier ächzt - unter der stark gestiegenen Nachfrage im Exportgeschäft. „Mehr ist nicht machbar“, sagt der kaufmännische Geschäftsführer Andreas Guter. Aus der Krise raus, jetzt Vollgas. So könnte die Situation des Autoindustrie-Zulieferers Burgmaier beschrieben werden. Konkret bedeutet dies: Vollbeschäftigung. Das sagte Andreas Guter auf Nachfrage der Schwäbischen Zeitung. Während die Speditionen in der Region auch wegen der Autozulieferer mehr Aufträge verbuchen und sogar neue Lastwagen anschaffen und weiterer Fahrer anstellen, freut sich Burgmaier über das florierende Export-Geschäft: „80 Prozent unserer Produkte gehen direkt oder indirekt in den Export“, betont Guter. Da der Autoabsatz in Europa nach dem der staatlichen Förderungen für die Käufer stagniert, hält sich Burgmaier am Boom in China fest. „Aber auch Nordamerika läuft gerade sehr gut“. Was viel Arbeit in die Allmendinger Firmengruppe Burgmaier mit insgesamt 600 Beschäftigten in mehreren Werken bringt, ist für die Arbeitnehmer - mit Abstrichen - eine große Freude. Dem Ende der Kurzarbeit schon zum Jahreswechsel und 15 bis 20 neue Einstellungen in der jüngsten Zeit, stehen Sonderschichten und das Einstellen von Leiharbeitern gegenüber. In einem florierenden Unternehmen zu arbeiten, heißt aber auch: keinen Urlaub machen, wenn’s Geschäft anzieht. Guter: „Vor sechs Wochen haben wir überraschend eine Urlaubssperre verhängen müssen“. Der Betriebsrat habe dies akzeptiert, denn das Maximum ist erreicht: „Wir arbeiten an der Kapazitätsgrenze“, sagt Guter.

12.07.2010
SOMMERFEST BEI BURGMAIER

Wieder hatte die Geschäftsleitung der Firma BURGMAIER alle Mitarbeiter sowie deren Familien eingeladen, einen schönen Tag gemeinsam mit den Kollegen zu verbringen. Wegen der hohen Teilnehmerzahl und aus Platzgründen fand diese Veranstaltung im Burgmaier Hightech-Werk in Laupheim statt. Der geschäftsführende Gesellschafter, Karl-Hugo Schick begrüßte die Mitarbeiter und nahm gemeinsam mit dem Allmendinger Bürgermeister, Robert Rewitz, eine Mitarbeiterehrung vor: Die Schwestern Ana, Maria und Verica Cangaijst sind jeweils seit 40 Jahren im Allmendinger Betrieb tätig. Neben einem bereits übergebenen Geldgeschenk der Firma erhielten sie Ehrenurkunden des baden-württembergischen Ministerpräsidenten. Das Mittagessen, das unter Regie des TSV Allmendingen stand, wurde von der „Kapelle Wahnsinn“ begleitet. Danach stand Sport auf dem Plan: Der deutsche Alpenverein, Sektion Biberach, forderte auf zum Kistenklettern. Julian Guter gewann das Turnier mit 32 aufeinandergestapelten Kisten und freute sich über Kinokarten für die ganze Familie. Eine Oldtimer-Show ließ die Herzen der Mitarbeiter aus der Automobilbranche ebenso höher schlagen wie die Möglichkeit, sich einen Feuerwehrwagen einmal außerhalb eines Einsatzes genauer anzusehen. Für die Kinder war das Spielmobil Laupheim da und bot neben Bastel- und Malmöglichkeiten das beliebte Kinderschminken, Kistenrutschen oder viele Bewegungsspielsachen an. Begehrt waren die von einem Zauberkünstler geformten Luftballontiere und -blumen. Sehr interessant war der „Burgmaier-Kosmetiksalon“, wo Monika Boehringer, selbständige Mary-Kay-Schönheitsconsultant verschiedene Seminare anbot. Von ihr stammten dann auch tolle Geschenkgutscheine, die am Ende des Tages ausgelost wurden. Die Geschäftsleitung bedankte sich bei den Mitarbeitern neben den gebotenen Attraktionen mit verschiedenen hochwertigen Gewinnspielen. Eintrittskarten ins Legoland, zu Minimundus sowie Sachpreise waren sehr begehrt. Auch die betrieblichen Verbesserungsvorschläge wurden - neben einer sofortigen Prämienzahlung - anlässlich des Sommerfestes mit einer Tombola honoriert. Die Gutscheine vom Hotel Adler, örtliche Einkaufsgutscheine und Gutscheine für Bestellungen im Internet wurden begeistert von den Gewinnern entgegengenommen. Den Hauptpreis gewann Armin Scheffler: Er darf nun auf Kosten der Firma BURGMAIER einen Reisegutschein über € 500,- einlösen. Bei den hohen Temperaturen wurde der Petrini-Eiswagen sowohl von Kindern, als auch von Erwachsenen belagert. Gestiegen sind sowohl Temperaturen als auch die Stimmung, als zum Ende der Veranstaltung die Gauklergruppe Biberach das Fest besuchte. Neben den unglaublichen Hebefiguren boten drei Feuerspucker noch ein richtiges Schauspiel. Bericht: Uschi Seiffert

12.09.2009 Ehinger Tagblatt / Schwäbische Zeitung Ehingen
Burgmaier reduziert Kurzarbeit

Die Firma Burgmaier in Allmendingen hat mitgeteilt, die Talsohle durchschritten zu haben. So konnte seit dem 1. September wieder auf die ursprüngliche 40-Stunden-Woche bei vollem Lohnausgleich umgestellt werden. Die sich bereits seit Februar diesen Jahres abzeichnende Auftragssituation schlage sich nun auch auf die Arbeitszeit nieder, berichtet die Geschäfts-leitung. Die Kurzarbeit im Allmendinger Hauptwerk wurde massiv reduziert und findet lediglich noch in Teilbereichen statt. In den drei anderen Werken der Burgmaier Gruppe - in Laupheim, Frankreich und in der Slowakei - wurde die Kurzarbeit im September komplett eingestellt. In allen vier Werken wird wieder im Drei-Schicht-Betrieb an fünf Tagen pro Woche produziert. Und die Aussichten seien gut: Für 2010 rechnet die Geschäftsführung des Unternehmens für Metalltechnik wieder mit stei-genden Umsätzen in allen vier Werken. "Momentan werden allein im Stammwerk in Allmendingen 32 Neuaufträge bemustert, durch die ab 2010 zusätzliche Umsatzbeiträge erwirtschaftet werden, was nicht zuletzt dem Einsatz und Beitrag zur Krisen-überwindung aller Mitarbeiter zu verdanken ist", so die Geschäftsführung. Der Wegfall der Abwrackprämie werde dem Auftragsbestand von Burgmaier nicht schaden, da das Unternehmen wegen seiner Kundenstruktur nicht wesentlich von der Prämie profitiert habe. Eine gute Nachricht hat Burgmaier auch für die Auszubildenden: Sie würden allesamt nach ihrem Abschluss übernommen. Auch für die weiteren 25 Auszubildenden, die später fertig sein werden, ist eine Übernahme geplant.

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